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geſſe. Es iſt uns das auch wohl gelungen; er führt ein wahrhaft glückliches Leben, und nur eine traurige Idee iſt es, die ihm daſſelbe zuweilen verbittert, trotz aller Tröſtungen der Seinen, daß er nämlich einmal als unredlicher Mann aus der Welt gehen ſoll, da er keine Ausſicht hat, in Folge ſeines Banquerotts ſeine Gläubiger zu befriedigen. Was dieſes Capitel an⸗ belangt, da helfen ſelbſt die Troſtſprüche ſeines Schwie⸗ gerſohnes, des Herrn Paſtors, auf den er Alles gibt, nichts; und ich fürchte, daß dieſer innere Gram noch einmal der Nagel zu ſeinem Sarge wird. Der Bru⸗ der Fritz möchte ihm gern helfen, aber ſein ganzes Vermögen beſteht in dem Gütchen, das er großentheils mit den Seinen ſelbſt bewirthſchaftet.
Der Fremde ſeufzte tief auf;„und jener ſtattliche Mann am Fenſter?“ frug er nach einer Pauſe.
„Das iſt ja eben,“ ſprach der Schäfer,„unſer herzlieber Herr Paſtor, der Abgott der ganzen Umz gegend. Ja, in ihm ſehen Sie ein lebendig Beiſpiel, wie ſelbſt ein Kind von ganz dürftiger Herkunft ein gelehrter und hochgeehrter Mann werden kann. Un⸗ ſer Herr Paſtor iſt der Sohn armer Fiſcherleute. Eines Tages ſpaziert ein wohlhabender Herr bei der armſeligen Hütte vorbei, der Knabe gefällt ihm, er ſchickt ihn in die Schule. Johannes iſt nicht auf den Kopf gefallen und überholt alle Mitſchüler. Der groß⸗ müthige Herr fährt in ſeiner Unterſtützung fort und läßt den geſcheidten Jungen ſtudiren. Kaum aber iſt dieſer ein halbes Jahr auf der hohen Schule, ſo ſtirbt der Gönner und mit ihm die Unterſtützung. Der Arme kann nicht fortſtudiren. Hierzu kommt, daß der Vater zu Hauſe eines tüchtigen Gehülfen bedarf; Jo⸗ hannes will die Seinen nicht im Stiche laſſen, und ſo reſolvirt er ſich ſchnell und wird wieder Fiſcher.—


