Teil eines Werkes 
4. Band, Napoleon in Aegypten : 3. Theil (1853)
Entstehung
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halten, nur bat er, daß mit der Verbindung noch ein Jahr gewartet werden möchte, weil Clemence noch zu jung ſei; im Grunde aber hoffte Montreuil, während dieſer Zeit den Widerwillen ſeiner Tochter gegen den Chevalier zu beſiegen. Lacoſte ließ ſich dieſe Verzöger⸗ ung gefallen und begab ſich nach der Bocage, wo er einen Aufſtand zu Gunſten der Bourbonen mit ſolchem Geſchick zu organiſiren verſtand, daß in Kurzem die ganze Vendé wieder in Feuer und Flam⸗ men ſtand, welches das ohnehin ſchwache Directorium erzittern machte.

Der Chevalier mochte ungefähr zwei Stunden ge⸗ ritten ſein, bereits begann der Abend hereinzubrechen, als er bei dem Schmiedehäuschen anlangte, das auf der Mitte des Wegs zwiſchen Montelimart und Saint Maurice gelegen war. Ein Reiter war hier abgeſtie⸗ gen, der das lockergewordene Hufeiſen ſeines Pferdes feſtſchlagen ließ. Der Chevalier war eben im Begriff weiter zu reiten, als er ſeinen Namen rufen hörte.

Welch Glück! rief der Reiter, der abgeſtiegen und eilig auf Lacoſte zukam,eben bin ich im Be⸗ griff, einen Brief von Saint Julien in Toulon an Euch nach Saint Maurice zu befördern.

Kennt Ihr mich denn? frug der Chevalier, und muſterte den Fremden vom Kopf bis zu Fuß.

Wie ſollt' ich nicht, erwiederte der Reiter und ſuchte ein Schreiben aus ſeinem Portefeuille,hab' ich Euch doch mehr als einmal im Hauſe meines Herrn vön Saint Julien die Morgenpfeife angezündet.

Jetzt entſann ſich auch Lacoſte der Geſichtszüge des Mannes; er ſtieg ab und ging an den Herd der Schmiede, wo ein helles Feuer brannte, um den Brief auf deſſen Adreſſe die Worteſehr dringend ſtanden, zu erbrechen und zu leſen.