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„Ganz derſelben Anſicht iſt auch ein alter Paſcha,“ erwiederte Renouard,„welcher beide Länder genau kannte. Er verglich Aegypten mit einem vortrefflichen Meierhofe, Syrien aber mit einem reizenden Landhauſe. Und mit Recht. Dieſes geſegnete Land vereinigt auf einem Raume von zwanzig Meilen die Gewächſe der entfernteſten Zonen. Man geräth in Erſtaunen, wenn man der Barbarei der Regierung, die alle Betrieb⸗ ſamkeit haßt und hemmt, gedenkt und das Verzeich⸗ niß der Producte betrachtet, welche dieſes Land liefert. Außer dem hundertkörnigen Waizen, Roggen, der Gerſte, Bohnen und Baumwvollenſtaude, die hier aller Orten gebaut werden, zeichnet ſich jede Provinz noch durch beſondere Erzeugniſſe aus. So iſt Paläſtina
reich an Seſam, woraus das vortreffliche Oel gepreßt
wird, und an Dura, einer Art Linſenfrucht. Der Mais gedeiht vorzüglich in dem leichten Boden von Balbek.
In den Gärten von Saide und Beirut erbaut man.
Zuckerrohr von derſelben trefflichen Güte wie im Delta. In dem Lande Biſom wächſt die Indigopflanze ohne alle Kunſt an den Ufern des Jordan. Die Küſten von Lakatin bringen Rauchtaback hervor, der haupt⸗ ſächlich den Handel zwiſchen Damiette und Cairo be⸗ lebt. Zu Antiochien erreicht der Oelbaum die Höhe der Buchen. Der weiße Maulbeerbaum bereitet durch ſeine ſchöne Seide dem Lande der Druſen Wohlſtand und Reichthum, und die Weinreben, die ſich häufig maleriſch um die alten Eichbäume ranken, geben ein Getränk, das dem Bordeaux gewiß nicht nachſteht. Gaza hat Datteln wie Mekka und Granatäpfel wie Algier; Tripolis bringt Pomeranzen hervor wie Malta; Beirut Feigen wie Marſeille und Piſangfrüchte wie Sanct Domingo. Zu Aleppo und ſonſt nirgends wachſen Piſtacien. Damaskus vereinigt in ſeinen


