Teil eines Werkes 
3. Band, Napoleon in Aegypten : 2. Theil (1855)
Entstehung
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Verräther, ſprach Abdullah,biſt Du alſo meinem Gebote nachgekommen und haſt nicht beſſer Haus gehalten?

Bevor noch der Kapidſchibaſchi ein Wort der Ent⸗ ſchuldigung vorzubringen vermochte, ſtreckte ein zweiter Schuß ihn zu Boden.

Unterdeß hatte ſich der Hintergrund mit Mohren angefüllt, die ſämmtlich des Winks ihres Gebieters gewärtig.

Die Weiber werden geſäckt, die Selaven erdroſ⸗ ſelt, gebot der geſtrenge Hausherr,auf, vollſtreckt meine Befehle!

Jetzt begann unſtreitig das ſchauerlichſte Finale, das je eine Pantomime genommen hat. Wie die Teufel am Tage des jüngſten Gerichts nach den armen Seelen haſchen, ſo ſtürzten die Mohren auf die un⸗ glücklichen Schlachtopfer. Die Erdroſſelung der Män⸗ ner ging ohne große Schwierigkeiten von Statten; aber die Mädchen ſträubten ſich entſetzlich und woll⸗ ten ſich durchaus nicht in die Säcke ſchieben laſſen. Sie erhoben ein ohrenzerreißendes Zetergeſchrei.

Jetzt ward die Sache dem Profeſſor doch außerm Spaße, und er hielt es an der Zeit, ſich von ſeinem Kiſſen aus ſeiner orientaliſchen Stellung zu erheben. Es ward ihm dies nicht ganz leicht und koſtete einige Zeit, bevor er wieder auf ſeine zwei Beine zu ſtehen kam.

Ich will nicht hoffen, ſprach er zähneklappernd, daß der Herr Gemahl unberufenerweiſe zurückge⸗ kehrt iſt. Ich denke, der treibt ſich mit Murad⸗Beh in Oberägypten herum. Aber wie das hier zugeht, muß ich das Schlimmſte befürchten. Mein Himmel, kaum bin ich von der Frau Sultana, die mir die Haut