Teil eines Werkes 
3. Band, Napoleon in Aegypten : 2. Theil (1855)
Entstehung
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größte Strenge in Ordnung zu halten. Ich laſſe täg⸗ lich in den Straßen Cairo's ſechs bis ſieben Köpfe abſchlagen. Wir mußten ſie bisher ſchonen, um den Schrecken, der uns voranging, zu vernichten; jetzt da⸗ gegen muß mit dieſem Volke auf eine Art verfahren werden, die uns Gehorſam verſchafft. Bei ihnen heißt gehorchen ſich fürchten.

Bevor die Mameluken nicht gänzlich aus Aegypten vertrieben oder unterworfen ſind, kann die Lage der Franzoſen nicht für geſichert betrachtet werden.

Bonaparte verſucht zuerſt den Weg der Güte und ſendet einen Unterhändler an Murad⸗Bey. Er läßt ihm unter der Oberhoheit Frankreichs das Gouverne⸗ ment der Provinz Gizeh anbieten.

Murad verwirft dieſen Antrag.

Ibrahim⸗Bey erwartet auf dem rechten Ufer des Nils die Rückkehr der Karavanen von Mekka, um ſich mit den Mameluken der Eskorte zu verſtärken und einen mit Murad-Bey verabredeten Angriff aus⸗ zuführen. Inzwiſchen ſucht er die Fellahs des Delta und die Bewohner von Cairo zum Aufruhr zu reizen.

Da Rehnier, welcher zur Bekämpfung Ibrahim's abgeſchickt worden iſt, nicht über hinreichende Streit⸗ kräfte zu gebieten hat, um demſelben mit Energie entgegen zu treten, ſo bricht Vonaparte in eigener Perſon gegen Ibrahim auf. Er will ihn von dem Schauplatze der Hauptoperationen abſchneiden und Aegypten wenig⸗ ſtens von einer Seite ſchließen und dem Einfluſſe der Mameluken unzugänglich machen.

Deſair bleibt während Bonaparte's Abweſenheit mit außerordentlichen Vollmachten zurück. Er hat den doppelten Zweck, die Provinz Gizeh zu überwachen und als Reſerve für die Hauptſtadt zu dienen. Je⸗ nachdem es die Umſtände fordern, kann er außer über