Finis coronat opus!
Als ich auf der nächtlichen Chauſſee dahin fuhr, waren es hauptſächlich drei Dinge, die mich freuten. Erſtens, daß ſich die Couſinen hübſch ruhig verhielten. Sie hatten in ihrem Behälter von dem neuen Aben⸗ teuer, ſo mich betroffen, keine Ahnung; es entging ihnen ſonach eine ſchätzbare Gelegenheit, mich von Neuem zu ärgern. Die ganze Geſchichte ward unſtrei⸗ tig von ihnen verſchlafen. Zweitens freute mich, daß der Rappe ſo trefflich auftrat; ich hätte das dem bra⸗ ven Thiere nach des Tages Laſt und Hitze gar nicht zugetraut; er floh wie neu geboren dahin. Endlich, drittens, konnt' ich auf dieſe Weiſe hoffen, die Tante noch wach und munter anzutreffen; denn mir iſt nichts unbehaglicher, als die Leute aus dem Schlafe trom⸗ meln zu müſſen.
Die Nacht war wunderſchön, der Himmel klar und ſternenhell. Ich liebte von je die Contemplative, und ſo überdachte ich die den ganzen lieben Tag erlebten Abenteuer. Eins war immer ſchlimmer als das an⸗ dere, und ich gerieth in gerechtes Erſtaunen, mich noch ſo ganzbeinig und wohlbehalten mit der mir anver⸗ trauten gefährlichen und ſchwer zu hütenden Waare dem Hafen der Ruhe zuſteuern zu ſehen.„Der Menſch iſt doch,“ ſprach ich zu mir,„ein außerordent⸗ liches, hochbegabtes Geſchöpf, das hart geprüft wird, aber auch viel vertragen kann.“ Ich verglich die Aben⸗ teuer mit einander; jedes hatte einen andern Charak⸗ ter; ich mußte ordentlich lachen über das erfinderiſche Genie meines böſen Feindes; ſeine Malicen hatten ſich auf die mannigfachſte Art eryſtalliſirt, ſo daß ich übermüthig genug war, ihn ordentlich zu ärgern und herauszufordern.
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