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daß an ein perſönliches Einkehren in die bereits voll⸗ geſtopfte Gaſtſtube nicht zu denken ſei. Sie möchten ihren Imbiß, den Findeiſen in die Kutſchthürtaſchen gepackt, im Wagen verzehren. Zu meiner großen Zu⸗ friedenheit vernahm ich, daß dieſer Vorſchlag einmal ungetheilten Beifall fand. Die Dunkelheit hatte die furchtſamen Geſchöpfe doch etwas zahmer gemacht. Da die Nachtluft ziemlich kühl daher wehte, beſchloß man, den Wagen völlig zuzuſchlagen. Das war mir lieb; ſo ſah das Volk nichts mehr, und ich brachte es um ſo ſich'rer zur Tante.
„Wenn Ihr ſatt ſeid, ſo ſchlaft,“ gebot ich durch
die eine Klappenöffnung in die Finſterniß;„ſobald der Rappe zufrieden, geht's vorwärts.“
Mir war ein Stein vom Herzen, die Couſinen unter Dach und Fach und wohl verwahrt zu wiſſen: wenn es Tag geweſen, wäre bei dieſem Tumulte und Wirrwarr Noth und Sorge von Neuem hereingebro⸗ chen. Ich dankte allen Heiligen und ſtürzte mich froh. und leicht in die Wogen des Gaſthauslebens. Das war ein Gedränge und Geſtoße, ein Schreien und Spectakel. Aus dem obern Stockwerke tönte Tanzmuſik.
Ich dachte, nach ſo vieler Noth und Trübſal kann ein Römer Wein nichts ſchaden; unterdeß frißt der Rappe und wir fahren wohlgeſtärkt zur Stadt. Nach vieler Mühe gelang mir's, den erbetenen Römer zu erhalten; aber ich konnte wegen des unaufhörlichen Drängens des Göttertranks nicht froh werden. Da kam mir der Gedanke, ein wenig auf den Tanzſaal hinauf zu ſteigen.
Hier ging's toll her. Das Publikum, das ſich mit Tanzen amüſirte, ſchien nicht dem erleſenſten anzuge⸗ hören. Alles ſtak in einer undurchdringlichen Tabaks⸗ wolke und die Paare flohen wie Nebelgeſtalten vorüber.


