Teil eines Werkes 
3. Band (1855)
Entstehung
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ßen war die dunkle Racht auf der Haide, an deren Saume die ſchwarzen Wälder warteten, dunkle Menſchen von einzelnen getragenen Lichtern

unterbrochen, bewegten ſich auf der Haide, dichte Menſchen, hell in den Angeſichtern beleuchtet, ſtanden um das glänzende Bauwerk, und feine Strahlen ſpannen ſich aus dem Gewebe in die Räume hinaus. Da die Herren von den Weinen tranken, wurden ſie geſprächiger, und da die Gläſer und Krüge in dem Volke viel herum gingen, ſprach es auch unter ſich und wurde heiter. Zuletzt, da an der Tafel Lebehoch ausgebracht wurden auf Seine Majeſtät den Kaiſer, auf alle wackeren Heerführer, auf den Grundherrn, auf jeden rechtſchaffenen Mann und ſämmtliche ſchöne Frauen, da wurde die Freude allgemein, viele Gläſer ſtreckten ſich, von den Händen der Herren gehalten, bei dem Linnengebäude des Speiſe⸗ ſaales heraus, um mit dem Volke anzuſtoßen, und die Rufe auf das Glück und die Geſundheit Aller, die es gut mit uns meinen, und die wir lieben, tönte weit in die Nacht hinaus. Endlich wurde das Feſt aus, man erhob ſich von der Thfel, um ſich in das Jägerhaus zu bege⸗ ben. Den Beſchluß des Tages machte ein ſchöner Zug von Fackeln, bei derem Schein ſich die Herrren, von denen jeder eine Frau oder ein Jungfräulein führte, zu Fuße nach Oberplan verfügten. Das geſammte Volk ging mit. Erſt als die Schützen und Gäſte ihre Herbergen geſucht, und man die Fackeln eine nach der andern ausgelöſcht hatte, zerſtreute ſich die Menge und begab ſich auf die verſchiedenen Wege nach Hauſe. In dieſer einſamen Gegend, wo ſelten andere Abwechslungen vorkom⸗ men, als die des Wetters, der Jahreszeiten, und fruchtbarer und un⸗ fruchtbarer Jahre, wird, konnte man vorherſagen, das Andenken an die⸗ ſen Tag nicht ſo leicht erlöſchen, und Enkel und Urenkel werden ſich von dem merkwürdigen Feſte, das in dem Stegwalde und in Vorderſtift einſt gefeiert worden iſt erzählen.

Nach dieſem Feſttage ſollten, wie es ausgemacht worden war, meh⸗ rere Zwiſchentage folgen, bis das zweite Jagen ſtatt haben konnte. Dieſe Zwiſchentage ſollten namentlich dazu dienen, daß der Grundherr manche Orte und manche Werke und Anlagen beſuchen und beſehen konnte, die er in dieſer Gegend hatte, und zu denen er nicht ſo bald wie⸗ der kommen würde. Seine Gäſte könnten es ſich in dieſer Zeit einrich⸗ ten, wie ſie wollten, und ſich die Zeit mit Spielen, Herumgehen und andern Dingen, die ſie erluſtigten, vertreiben.