Teil eines Werkes 
3. Band (1855)
Entstehung
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Man wollte doch wieder mit mir gehen, als ich mich zum Weiter⸗ gehen wendete, aber ich drückte ſie mit den Händen in den Garten zurück, wendete mich in tiefer Bewegung um, und ging weiter.

Sie mochten in den Garten zurückgegangen ſein, denn als ich nach einer Weile umſah, ſah ich ſie nicht mehr. Ich ging in dem Thale fort. Als ich zu dem ſchwarzen Felſen kam, wo ich die ſanfte Camilla zum erſten Male geſehen hatte, war mir unſäglich wehe: ich hätte nicht ge⸗ dacht, daß ich ſo ſchwer von dieſem Hauſe fort gehen würde. Ich ſah das todte Bäumchen, das auf dem Felſen ſtand, eine Weile an, und ging dann weiter. Ich wendete mich, wie es mein Weg vorſchrieb, links. Als ich in der verödeten Landſchaft weiter ſchritt, kam ich mir recht ein⸗ ſam und verlaſſen vor, ich fühlte erſt jetzt recht lebendig, wie lieb und wie hold es ſei, einer Familie anzugehören, dergleichen ich früher nicht gehabt hatte, und jetzt auch nicht hatte.

Ich ging in dem Felſengebiete, das ich rechts und links von mir hatte fort, und ſah beinahe durch zwei Stunden den ſonderbaren Bühel des Hieronimus vor mir. Endlich erreichte ich ihn, und da ich ihn er⸗ ſtiegen hatte, hatte ich wieder den blauen Blick des Sees unter mir. Ich ſtieg die Stufen hinunter, gelangte zu dem weißen Häuschen, ſprach vor, und blieb eine Weile bei dem alten Manne, dem ich von Rikar erzählte. Endlich ſtieg ich die Schlucht gar hinab, kam zu dem Höllwäſſerlein, das, wo möglich noch kleiner und dünner war, und kam zu dem Gerölle, das in den See hinein ragte, und an dem auch das Schifflein lag, das auf mich wartete.

Ich ſtieg ein, und wir fuhren in die blaue ſäuſelnde Fluth hinaus. Bald ſah ich das gewaltige Gerölle nur mehr als ein kleines weißes Dreieck hinter mir, das an die dunkle Fläche des Sees grenzte, und bald waren auch die ganzen Ufer hinter mir in eine einzige geſtreckte gerade Linie verſunken, während die weißen Punkte von Riva vor mir auf⸗ tauchten.