Teil eines Werkes 
3. Band (1855)
Entstehung
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ihr Antlitz gegen ihn. Es war eines jener ſchönen alten Frauenantlitze, die ſo ſelten ſind. Ruhige ſanſte Farben waren auf ihm, und jedes der unzähligen kleinen Fältchen war eine Güte und eine Freundlichkeit. Um alle dieſe Fältchen waren hier noch die unendlich vielen andern einer ſchneeweißen gekrauſeten Haube. Auf jeder der Wangen ſaß ein kleines, feines Fleckchen Roth.

Schau, biſt Du ſchon da, Victor, ſagte ſie,ich habe auch die Milch wieder vergeſſen, daß ich ſie warm gehalten hätte. Es ſteht wohl alles an dem Feuer, aber dasſelbe wird ausgegangen ſein. Warte, ich will es wieder anblaſen.

Ich bin nicht h Ferdinand, ehe ich Abendmahle, das x

Du mußt ſchon bei vier S

utter, ſagte nhenn ich habe bei ei Schnitten Kaltes von dem geſtrigen ſtand, gegeſſen.

hungrig ſein, antwortete die Frau,weil Du

in der Morgenluft und dann durch den feuchten

aber ſie dauern nicht ewig und im Gehen merkſt Du auch die Mü⸗ digkeit nicht, aber wenn Du eine Weile ſitzeſt, dann ſchmerzen die Füße.

Sie ſagte nichts weiter und ging in die Küche hinaus. Victor ſetzte ſich indeſſen auf einen Stuhl nieder.

Als ſie wieder hereingekommen war, ſagte ſie:Biſt Du müde?

Nein, antwortete er.

Du wirſt wohl müde ſein fteilich müde warte nur, warte ein wenig, es wird gleich alles warm ſein.

Victor antwortete nicht darauf, ſondern tief niedergebückt gegen den Spitz, der mit ihm hereingegangen war, ſtrich er mit der flachen Hand über die weichen langen Haare desſelben, der ſich ebenfalls liebkoſend an dem Jünglinge aufgerichtet hatte und beſtändig in ſeine Augen ſchaute er ſtrich immer an der nämlichen Stelle, und blickte auch immer auf dieſe nämliche Stelle, als wäre eine recht ſchwere tiefe Bewegung in ſei⸗ nem Herzen.

Die alte Mutter ſetzte indeſſen ihr Geſchäft fort. Sie war ſehr fleißig. Wenn ſie den Staub nicht erreichen konnte, ſo ſtellte ſie ſich auf