Teil eines Werkes 
3. Band (1855)
Entstehung
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geſcherzt hatten. Er erreichte ihn nach einer nicht ganz zweiſtündigen Wanderung. Von da machte er den nämlichen Weg, wie geſtern mit den Freunden. Er ſtieg die ſchiefe Berglehne mit den Gebüſchen hinan, er kam an den Rand des Waldes, ſah ſich da nicht um, drang unter die Bäume ein, eilte fort, und ſtieg dann über die Wieſe mit den Frucht⸗ bäumen in das Thal hinab, von dem wir ſagten, daß es ſo ſtille iſt, und daß in demſelben die zwei ſpiegelnden Bäche rinnen.

Als er in dem Grunde des Thales angekommen war, ging er über den erſten Steg, nur daß er heute, gleichſam wie zu einer Begrüßung, ein wenig auf die glänzenden Kieſel hinab ſahüber welche das Waſſer dahin rollte. Dann ging er über den zweiten Steg, und ging an dem Waſſer dahin. Abet er ging heute nicht bis zu d welchem ſie geſtern gegeſſen hatten, ſondern Hi iher bog er an einer Stelle, wo ein großer Fliederbuſch ſtand, der ſein e und Wurzeln mit dem Waſſer ſpielen ließ, von dem Wege ab, 1 gin den Flieder und das Gebüſche hinein. Dort war eine aſch artenplanke, die ihre Farbe von den unzähligen Regen und Sonnenſtrahlen erhalten hatte, und in der Planke war ein kleines Thürchen. Das Thürchen öffnete Victor und ging hinein. Es war wie ein Gartenplaß hier, und etwas ferner auf dem Platze blickte die lange weiße Wand eines niederen Hau⸗ ſes, ſich ſanft von Hollundergeſträuchen und Obſtbäumen abhebend, herüber. Das Haus hatte glänzende Fenſter, und hinter denſelben hingen ruhige weiße Vorhänge nieder.

Victor ging an dem Gebüſchrande gegen die Wohnung zu. Als er auf den freien Sandplatz vor dem Hauſe gekommen war, auf dem der Brunnen ſtand und ein bejahrter Apfelbaum war, an den ſich wieder Stangen und allerlei andere Dingen lehnten, wurde er von einem alten Spitz angewedelt und begrüßt. Die Hühner, ebenfalls freundliche Um⸗ wohner des Hauſes, ſcharrten unter dem Apfelbaume unbeirrt fort. Er ging in das Haus hinein, und über den kniſternden Flurſand in die Stube, aus welcher ein reiner gebohnter Fußboden heraus ſah.

In der Stube war blos eine alte Frau, die gerade ein Fenſter ge⸗ öffnet hatte, und damit beſchäftigt war, von den weißgeſcheuerten Tiſchen, Stühlen und Schreinen den Staub abzuwiſchen, und die Dinge, die ſich etwa geſtern Abends verſchoben hatten, wieder zu recht zu ſtellen. Durch das Geräuſch des Hereintretenden von ihrer Arbeit abgelenkt, wendete ſie