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er ſonſt in der Jugend gerne beſucht hatte und warf das alte Siegel in eine unzugängliche Schlucht. Als er todt war, kam das Erbe kraft ſeines Teſtamentes in den Beſitz fremder Menſchen, die außer Deutſchland wohnten. Es erſchien, um den Beſitz der Liegenſchaften auf ſich ſchreiben zu laſſen, eine äußerſt ſchöne, junge, blonde Frau auf der Gebirgshalde. Man hatte ihr Hugo's Grab zeigen müſſen, und ſie war lange mit vielen Thränen vor demſelben geſtanden. Später kam ſie noch zweimal in zwei verſchiedenen Sommern mit ihrem Gemahle und zwei Kindern, und wohnte einige Wochen auf der Halde. Nachher aber erſchien ſie nie mehr, das Haus kam unter die Hände von Miethlingen und begann zu ver⸗ fallen.
Das Frühglöcklein tönt noch, wie ſonſt, der Bach rauſcht, wie ſonſt— aber auf dem alten Hauſe iſt es heut zu Tage ein trauriger be⸗ trübter Anblick unter den Trümmern der verkommenden Reſte.
Nur die Berge ſtehen noch in alter Pracht und Herrlichkeit— ihre Häupter werden glänzen, wenn wir und andere Geſchlechter dahin ſind, ſo wie ſie geglänzt haben, als der Römer durch ihre Thale ging und dann der Allemanne, dann der Hunne, und dann andere und wieder andere. —— Wie viele werden noch nach uns kommen, denen ſie Freude und ſanfte Trauer in das betrachtende Herz ſenken, bis auch ſie dahin ſind, und vielleicht auch die ſchöne freundliche Erde, die uns doch jetzt ſo feſt gegründet, und für Ewigkeiten gebaut ſcheint.


