Teil eines Werkes 
2. Band (1855)
Entstehung
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entlang, und wir ſahen es nicht mehr vor einer Sekunde noch ſtand es da und in der Ewigkeit wohl werden wir es erſt wieder ſehen.

Wir ſaßen ſtumm in den Wagen, und Zoll um Zoll drehten ſich die Räder in dem morgenfeuchten Staube der Straße. Berge und Hügel legten ſich nach und nach hinter uns, und wenn wir umblickten, ſahen wir nichts mehr, als den immer blauern, dämmernderen zurückſchreiten⸗ den Wald, der ſo viele Tage mit ſeiner lieblichen Färbung auf unſere Fenſter und auf uns ſelber niedergeblickt hatie.

Die Gattin redete nichts, ich aber dachte im Herzen: jetzt wird je⸗ der, der da kömmt, an dem Hauſe ändern und bauen, und wenn ich ein⸗ mal in meinem Alter wieder komme, wird vielleicht ein neues prunkendes Ding da ſein; ich werde als zitternder Greis davör ſtehen, und die er⸗ blödenden Augen anſtrengen, um alles zu begreifen.

2. Das gelöbniß.

So ſtehe es auf dem erſten Blatte dieſes Buches, wie ich es getreu erfüllen werde:

Vor Gott und meiner Seele verſpreche ich hier einſam und allein, daß ich nicht falſch ſein will in dieſen Schriften, und Dinge machen, die nicht ſind, ſondern, daß ich es lauter ſchöpfe, wie es geweſen iſt, oder wie es mir mein Sinn, wenn er irrig war, gezeigt hat. Wenn ein Hauptſtück zuſammengekommen, dann ſchneide ich mit einem feinen Meſ⸗ ſer einen Spalt in die Pergamentblätter, oben und unten, und ziehe ich ein blaues oder rothes Seidenbändlein durch, mit ſelbem die Schrift zu ſperren, und ſiegle ich die Enden zuſammen. Wenn aber von dem Tage an drei ganze Jahre vergangen ſind, dann darf ich das Bändlein wieder abſchneiden, und die Worte wie Sparpfennige leſen. Verſtanden, daß es nicht allezeit meine Schuldigkeit iſt, etwas hineinzuſchreiben, aber

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