Teil eines Werkes 
1. Band (1855)
Entstehung
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bis auf ein Gemach, in dem ich wohnte die Diener dankte ich ab die Pflanzen ließ ich verkommen die Thiere nährte ich, bis ſie eines nach dem andern ſtarben, und dann begrub ich ſie jedes einzeln. Was von Chelion übrig war, jedes Stückchen Kleid, ihr Spielzeug, den Fuß⸗ boden und den Teppich, auf dem ſie wandelte, das Tiſchchen, an dem ſie ſaß, das Bett, in welchem ſie in jener Nacht gelegen Alles hütete ich, daß es blieb, wie es an dem Tage ihres Todes war. Auf Erden hatte ich keinen Menſchen mehr; mein Sohn Chriſtoph, das Ebenbild Chelion's hatte er nun erkannt, oder geahnt, was ich ſeiner Mutter gethan war fort, und nicht wieder gekommen und als ich alt geworden war, erbarmte es mich der Ueberreſte in dem Parthenon; i

nahm viel Geld, das ich zuſammengeſpart, hinterlegte es als Erſatz für meine Erben, und zündete das Parthenon an, daß Alles und Alles durch das Feuer verzehret würde, was übrig wäre von ihr und mir. Es war eine ſchöne, ſchmerzensvolle Lohe! Ich hatte nie den Berg verlaſſen, habe keine Thaten mehr verrichtet, keine guten und keine böſen. Jetzt wohne ich in dem ſteinernen Häuschen, das ich am Fuße des Berges er⸗ baut, nicht weil ich ein Einſiedler bin und in Schmerzen lebe nein, weil es lieblich iſt, daß ein Menſch nicht mehr brauche, als was einem Noth thut. In den Büſchen neben mir ſind die Vögel, die es auch ſo halten, und weiterhin die Strohdächer, die es ſo halten müſſen, es aber thöricht für ein Unglück wähnen der Berg ſteht hinter mir mit ſeinen Denkmalen und widerſinnigen Vorkehrungen, daß die Befitzer ſich zerſtö⸗ ren müſſen in meinem Teſtamente, Artikel 13, ſteht geſchrieben: Ein blauſeiden Vorhang über Chelion's Bild, der ſich ſelber rolle; dann ein weiß einfach Würfel aus Marmel über unſer gemeinſchaftlich Grab im indiſchen Garten, mit nichts, als den zwei Namen befolget mir nur genau den Artikel, damit es ja ſo geſchieht. Ich habe jetzt ſchon einen Stoß Papiere wie ein Tiſch hoch geſammelt, und werde die Ge⸗ ſchichte beginnen von den Verkehrtheiten des menſchlichen Geſchlechtes, und die von den Großthaten desſelben es iſt aber ſeltſam: oft weiß

ich nicht, ob eins in dieſe Geſchichte gehöre, oder in jene ich muß wohl noch älter werden ach, ich ſehne mich nach meinem Sohn 6

Bei dieſen Worten brach das Manuſcript ab, und keine Zeile ſtand weiter auf dem Pergamente. Nur unten am Rande des letzten Blattes 22*