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hat— wenn ich ſie ſah und mir auf ihnen dachte dieſes Unmaß von Kräften und Wirkungen, die zu ſehen und zu lieben ich hienieden ewig ausgeſchloſſen bin; ſo fühlte ich mich fürchterlich einſam auf der Inſel „Erde“—— und ſind denn nicht die Herzen eben ſo einſam in der Inſel „Körper?“ Können ſie einander mehr zuſenden, als manchen Strahl, der noch dazu nicht immer ſo freundlich funkelt, als der von den ſchönen Sternen? Wie jene Herzen des Himmels durch ein einziges, ungeheures Band verbunden ſind, durch die Schwerkraft, ſollten auch die Herzen der Erde verbunden ſein durch ein einziges, ungeheures Band— die Liebe —— aber ſind ſie es immer??
Noch ſind Kriege, noch iſt Reichthum und Armuth.
Was hat denn der unergründliche Werkmeiſter vor mit dem Gold⸗ korne, Menſch, das er an einen wüſten Felſen klebt, dem gegenüber der glänzende Sand einer endloſen Küſte ſchimmert, der Saum eines unent⸗ deckten Welttheils? und wenn dereinſt ein Nachen hinüberträgt, wird da nicht etwa wieder eine neue, ſchönere Küſte herüberſchimmern?——
Ich weiß nur das Eine, Litus, daß ich alle Menſchen, die eine Welle dieſes Meeres an mein Herz trägt, für dieß kurze Daſein lieben und ſchonen will, ſo ſehr es nur ein Menſch vermag— ich muß es thun, daß nur etwas, etwas von dem Ungeheuren geſchehe, wozu mich dieſes Herz treibt.— Ich werde oft getäuſcht ſein, aber ich werde wieder Liebe geben, auch wenn ich nicht Liebe glaube— nicht aus Schwäche werde ich es thun, ſondern aus Pflicht. Haß und Zank zu hegen oder zu erwie⸗ dern, iſt Schwäche,— ſie überſehen und mit Liebe zurückzuzahlen, iſt Stärke.
Es iſt tief in der Nacht, lebe wohl, guter geliebter Menſch.
5. Rachtvioſe.
11. Mai 1834.
Schon wieder muß ich die Nacht zu Hilfe nehmen, und wer weiß es, ob ich ſie nicht verſchreibe, bis die helle Morgendämmerung durch


