In Annabellens Weſen ging in⸗
deſſen bald eine hoͤchſt bedeutende Veraͤnde⸗
rung vor, ſie ward blaͤſſer, als ich es ſo⸗ gar uͤber das Herz haͤtte bringen koͤnnen, ſie mir während meiner Abweſenheit zu denken. Jetzt ward ihr ſichtlicher Kummer eine Quelle der Sorge fuͤr mich. Ich wuͤnſchte ſehnlichſt, die Urſache deſſelben zu erforſchen, und beobachtete ſie mit der groß⸗
ten Aufmerkſamkeit, doch ohne den allerge⸗
ringſten Erfolg. Alles um ſie her trug das Gepraͤge des Gluͤcks. Keine Dame ward ſo geliebt, keine ſo bewundert, und doch nahm ihre Unruhe ſichtbar zu, und wenn in einem ſo ruhigen Weſen das Ge⸗ fuͤhl des Ungluͤcks auf dieſen Grad ſichtbar wurde, ſo mußte nach meiner Anſicht der Grund deſſelben bedeutend ſeyn. Alle meine Verſuche, ihn zu entdecken, blieben frucht⸗ los; ich ſah rings umher mich um, ich


