Charlotte wurde denn endlich ge⸗ traut. Es war ein großer Jagdtag, und mein Vater klopfte ſchon mit dem fruͤheſten Morgen an meine Thuͤre, um mir zu ſa⸗ gen, daß ich bei der Trauung meiner Schwe⸗ ſter Vaters⸗Stelle vertreten muͤſſe, denn er habe ſich ſchon zwei oder drei Wochen fruͤher verſagt, wo es ihm noch gar nicht habe einfallen konnen, daß er auf dieſe Weiſe abgehalten werden wuͤrde. Weder die Braut noch ihre Verwandte ſchienen durch ſeine Abweſenheit ſich gekraͤnkt zu fuͤhlen,
ſondern ließen es ſich freundlich gefallen,
mich als ſeinen Stelkvertreter anzunehmen.
Es kam mir vor, als ſey Benjamin ungewoͤhnlich bewegt, und Annabella ſo beunruhigt, als ich ſie noch nie geſehen zu haben meinte. Ich dagegen erfullte die Pflichten meiner väterlichen Wuͤrde mit großem Anſtande und vieler Ruhe. An


