Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Einzelbild herunterladen

294

ſo ſetzte es mich nicht in Erſtaunen, daß ſie bei ihm ſich immer ungezwungener zu fuhlen ſchien als bei mir.

Ich kann nicht beſchreiben, wie ſehr es mich niederſchlug, als ich erfuhr, daß ſie Charlotten, gleich nach deren Trauung, auf einer Reiſe nach 8, einem kuͤrzlich Mode gewordenen Bade, fünfzig Meilen von uns, begleiten wolle. Ich konnte es nicht ertra⸗ gen, meine dde Exiſtenz ohne ihre und zu⸗ gleich auch ohne Charlottens Geſellſchaft mir zu denken! Mir war, als ſey es kaum dann der Muͤhe noch werth zu leben, und ich beſchloß halb und halb, zu Herrn Arun⸗ del zu gehen, und die Zeit ihrer Abweſen⸗ heit bei ihm zuzubringen. Doch die tiefe Einſamkeit, in der meine Mutter dann zu⸗ ruͤckbleiben muͤſſe, fiel mir aufs Herz, und ich empfand, daß ich es ſchuldig ſey, der Pflicht meine Neigung zu opfern.