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ſolche Hypotheſe mußte in Deutſchland, wo ſich die Begeiſte⸗ rung für den Befreiungskampf der Griechen kaum erſt ver⸗ loren hatte, einen widrigen Eindruck machen. Sie wurde vielfach bekämpft, von ihrem Schöpfer aber wohl auch lebhaft in Schutz genommen. Jedenfalls bleibt es ein Verdienſt Fallmerayer's, auf die Durchſchießung des neugriechiſchen Volkes mit ſlaviſchem Blut hingewieſen zu haben, aber es iſt kaum zweifelhaft, daß er zu weit geht, wenn er annimmt, die alten Hellenen ſeyen durch die Slaven faſt bis auf den letzten Mann ausgerottet worden. Im Sommer 1831 ſchloß er zu Landshut ſeine vielbeſuchten Vorträge und ging mit Urlaub als Begleiter des ruſſiſchen Generals Grafen Oſtermann⸗ Jolſtoy zum erſtenmale in den Orient. Faſt ein Jahr blieb er in Egypten und Nubien; ebenſo lange wanderte er in Pa⸗ läſtina und Syrien, zu beiden Seiten des Libanon herum, beſah Jeruſalem, Antiochien, Haleb, Balbek, Damaskus, die Reſidenz des Druſenfürſten, landete auf Cypern, auf Rhodus, an den joniſchen Küſten und ſetzte ſich zuletzt in Konſtantinopel feſt. Hier übte er ſich mit den ernſten Moslem als fleißiger Gaſt der Kaffeehäuſer in der türkiſchen Sprache, für die er eine große Vorliebe bewahrt hat. Die Cykladen, das grie⸗ chiſche Feſtland von Sparta bis zu den Thermopylen, die ſieben Inſeln und das Königreich Neapel füllten das dritte Jahr.
In der Zwiſchenzeit war ein anderer Geiſt in das baye⸗ riſche Schulweſen eingezogen, Fallmerayer's Stelle zu Lands⸗ hut beſetzt, er ſelbſt etwas unbequem geworden. Seine


