Teil eines Werkes 
1. und 2. Lieferung (1819)
Entstehung
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loſen Waͤlſchköchen zur Bruͤhſuppenwurze darbie⸗ tenden Lorbeer.

Es iſt hochmuͤthiger Eigendänkel, wenn Men⸗ ſchen meinen, die Ratur ſei todt, und alles Le⸗ ben wuͤrd ihr erſt von ihnen eingeblaſen nach Be⸗ lieben; uͤberall, wo es auch gar ſo ſcheinen mochte, liegt doch das Leben tief in der Natur ſelber. So wie in einem noch ſo ſchönen Dichtergemalde einer Landgegend ein einziger uͤbelgewaͤhlter Pflan⸗ zenname durch das Bild der Pflanze den ganzer herrlichen Eindruck truͤben kann, eben ſo liegt auf der andern Seite in der ſinnigen Anerdnung ei nes Blumenſtraußes oder Kranzes oft mehr und tieferer Sinn, als in der Anordnung ganzer Buͤ⸗

cher; denn das Breiteſte iſt allemal das Flachſte, und die Tiefe geht nach unten hin. Ich wenig⸗

ſtens mache mich vor der ganzen Oeffentlichkeit anheiſchig, blos am Blumenſtrauß- oder Kranz⸗ winden einer deutſchen Inngfrau 6 erkennen, ob

ſie Gefuͤhl fuͤr Physiogomik, d. h. ob ſie uͤber⸗

haupt Gefuͤhl und Sinn hat.

Wos Menſchen und Thieren das Geſicht, das iſt den Pflanzen die Blüthe oder Blumez; was jenen Leib und Glieder, das den Gewaͤchſen Stamm und Blätter; was beim juͤdiſchen Geiz⸗ hals die gekruͤmmten Finger der ſtets einſcharren wollenden Hand, das bei der ſtets durſtigen Weide die rinnen- und ruhengrtigeg ſchmiegſa⸗ men Zweige und Saugblaͤtter. Die Bluͤthe muß den uͤbrigen Theilen und ihrer Physioenowie entſprechen und gemaͤß ſein, wie es in gewiſſem