Teil eines Werkes 
1. und 2. Lieferung (1819)
Entstehung
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Und doch iſt all das Angefuͤhrte gar woht mog⸗ lich, ja es iſt ſtets nothwendig, daß ſich das Himmliſche, wenn es auf dieſer Erde erſcheinen ſoll, in den Mantel des Irdiſchen huͤlle; denn grade das koſtbarſte Kleinod iſt am ſchwerſten aus der es beſchotzenden vielfachen Schale herauszu⸗ wickeln. Der Menſch verlange nicht frevelnd, wie Zeus Geliebte, den GOtt ohne Huͤlle im Strah⸗ lenglanz zu ſehen der wuͤrde doch nur ſeine ſchwachen Augen blenden, daß ſie nun vollends gar nichts ſahen. Er finde vielmehr daß Große grade unter dem Scheine des Kleinſten hervor, und dringe tief ein in das gemeine Leben, um in ſeinem innerſten Kern das hoͤhere Sein zu entde⸗ cken. Dann wird er ſich nicht ſo oft und bitter getaͤuſcht ſehen in ſeinen Hofnungen, ſondern er wird da, wo der gewöhnliche Menſch gleichguͤltig voruͤbergeht, wie der Vandale am marmornen Luſtgebilde, grade das verſteckt finden, deſſen aͤußern prunkenden Schein ſo viele vergebens ſu⸗

chen. . An die Faulthiere.

So mancher beſchwert und beklagt ſich jetzt gar kläglich daruͤber, daß er ſo wenig oder gar

keine guten Menſchen finde; und eben daſſelbe

nimmt faſt jeder zur Entſchuldigung, dem man es vorwirft, daß er ſelbſt keiner geworden. Freilich, ſo lange jeder alſo die Pflicht von ſich auf die andern waͤlzt, und erſt von den andern vollzogen ſehen will was er ihnen dann nachmacht, ſo lange natürlich gibt es gar keine Andern, und es ge