Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
Einzelbild herunterladen

ben, das er bei dem Gedanken empfinde, die Geliebte einen Augenblick laͤnger, als noͤthig ſey, leiden zu laſſen. Ich begriff ſein Gefuͤhl, denn hatte nicht auch ich daſ⸗ ſelbe empfunden? Der dreimal gluͤckliche Liebhaber reiſete alſo zu der Geliebten, die ihm innigſt ergeben war, und ich blieb al⸗ lein, in Einſamkeit, Trauer und Schwer⸗ muth verſunken, zuruͤck.

Ich kann nicht laͤngnen, daß ich ſogar zuweilen das Opfer bereuete, welches ich gebracht. Es muß mir vergeben werden, wenn man bedenkt, daß es meine erſte Liebe war, und daß ich in meinem liebe⸗ gluhenden Gemuͤthe feſt und ſteif uͤberzeugt war, es ſey mir platterdings unmoͤglich, jemals wieder zu lieben. Freilich folgte die⸗ ſem Bedauern meiſtens der Gedanke, daß ich eigentlich im vollſten Sinne des Wortes nur gethan habe, was Recht ſey. Auch