Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
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Er iſt gerade der Mann, den ich mir zum Freunde erwaͤhlen wuͤrde, hätten ihn die Umſtaͤnde nicht zu meinem Nebenbuhler ge⸗ macht. Ich habe es ſeitdem oft bereut, dem erſten Gefuhle nicht gefolgt zu ſeyn, mich nicht ganz ſeiner Großmuth uͤbergeben zu haben. Ich laſſe ihm die Gerechtigkeit widerfahren, ihn einer edlen Handlung fä⸗ hig zu halten, aber dennoch empoͤrt ſich mein Stolz gegen das Gefuͤhl, Verbind⸗ lichkeiten gegen ihn zu haben.

Doch, am Ende, fordere ich denn mehr von ihm als Gerechtigkeit? Haben irgend Eltern auf Erden das Recht, mit ihres Kindes Neigung zu ſchalten und zu walten nach Belieben? Die himmliſche Milde Ihres Gemuͤths gibt Sie einer Ty⸗ rannei Preiß, der Sie ſich, mit einer klei⸗ nen Anſtrengung Ihrer Kraft, mit einiger Feſtigkeit des Entſchluſſes entziehen konnten.