Andere, ich vermißte an ihr jene Offenheit und Reinheit des Sinnes, den ich als den hoͤchſten Schmuck eines weiblichen Weſens uͤber Alles ſchaͤtzte.
Die arme Annabella wußte nicht wohin ſie ſehen, was ſie beginnen ſolle. Ich war grauſam genug, mich mitten in meinem Schmerz an ihrer Verlegenheit zu weiden; noch immer hielt ſie den Brief zwiſchen den Haͤnden, betrachtete dann und wann das Siegel mit augenſcheinlicher Un⸗ geduld, daruͤber, daß es noch immer als Schranke zwiſchen ihr und dem Inhalte daſtehe, und doch voll Furcht, es in mei⸗ ner Gegenwart zu brechen. Sie ſtand auf, aber ihr fehlte die Kraft, irgend eine Ent⸗ ſchuldigung fuͤr ihr Fortgehen hervorzubrin⸗ gen, und die Etikette, auf die ſelbſt ein Spanier nicht eifriger haͤtte beſtehen kon⸗ nen, als ich in dieſem Augenblick, zwang


