Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
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ich ſogleich die Handſchrift meines Bruders Benjamin erkannte. Der Todesſchmerz der Eiferſucht, der bei dieſer Entdeckung mich ergriff, laͤßt ſich nicht ausſprechen. Neid, Zorn, Mißgunſt und alle erdenkliche Liebloſigkeit nahmen augenblicklich von mei⸗ ner Seele Beſitz; ich ſchaͤme mich, es nie⸗ der zu ſchreiben, und doch bin ich zu ſtolz, um zu heucheln und ſo geſtehe ich denn, daß ich in dieſem Moment etwas dem Haſſe ſehr Aehnliches fuͤr meinen Bruder empfand. Ich klagte Annabellen vor dem innern Gerichte meiner Vernunft des verletzten weiblichen Zartgefuͤhls an, weil ſie in eine heimliche Correſpondenz ſich eingelaſſen hatte; ich beſchuldigte ſie eines, gegen alle Grund⸗ ſaätze ſtreitenden abſichtlichen Beſtrebens, mich zu taͤuſchen, eines Einverſtaͤndniſſes, das darauf hinaus lief, mich offentlich irre zu fuͤhren, und was ſchlimmer war als alles