Teil eines Werkes 
2. Band (1900)
Entstehung
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ner Belagerung würde ſich Caſin⸗Grandes hundert Jahre gegen Enguerry halten!“

„Hilarion!“ ſagte der König, von der Be⸗ geiſterung des Biſchofs hingeriſſen,„wir ſind ge⸗ zwungen, zu handeln, wie Ihr ſagt; die Nothwen⸗ digkeit zwingt uns auf dieſen Weg und wir hoffen auf Erfolg, denn die Luſignans ſiegten oft, wenn ſie an der Spitze ihrer Heere ſtanden.“

„Sire,“ antwortete der Prälat,„Ihr werdet Euch doch nicht ſelbſt an die Spitze Eures Heeres ſtellen wollen? Euer hohes Alter—“

„Unſer Alter? Ein Luſignan iſt im hundert⸗ ſten Jahre noch ein Jüngling, wenn es ſich um die Vertheidigung ſeiner Unterthanen handelt.“

„Ja, Sire,“ ſagte jetzt Kephalein, wie aus einem Traume erwachend,„wir müſſen kämpfen.“

„Das iſt auch unſre Meinung,“ entgegnete ihm der König.

„Und dennoch, Sire,“ hob jetzt Moneſtan in ſanftem Tone an,„dennoch möchte es möglich ſein, die Geißel des Krieges noch abzuwenden.“ 3

„Die geringſte Feigheit würde das Haus der Luſignans entehren!“ rief der kriegeriſche Biſchof,