Teil eines Werkes 
1. Band (1900)
Entstehung
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Heht Biſchof, entgegnete der fromme Mo⸗ neſtan,der, welcher die Lilien kleidet und die Vö⸗ gel unter den Himmeln nährt, wird auch für die Menſchen ſorgen. Die Erde iſt fruchtbar genug.

Oder vielmehr ſind die Kriege häufig genug! verſetzte Enguerry mit kaltem Hohn und leerte ſei⸗ nen Humpen.

Ihr habt Recht! ſagte der Biſchof zu ſann Nachbar, deſſen kriegeriſcher Geiſt ihm gefiel. Beide Theile haben Recht und Unrecht, be⸗ richtigte der Monarch.Wohl könnte die Erde noch mehr Menſchen ernähren. Nicht immer hat der Krieg die Erde verheert und dennoch reichten ihre Erzeugniſſe für die Menſchheit aus. Aber zu ſolchen Zeiten erſchienen die Peſt und anſteckende Krankheiten, deren Keim der Ewige in uns ge⸗ legt hat, und wir müſſen daher bekennen, daß eine unerforſchliche Weisheit ſo wohl das Gute, wie das Böſe, lenke.

Wir find demnach von Gott berechtigt, Krieg zu führen, bemerkte der Ungläubige.

Das möchte ich darum noch nicht behaupten,

entgegnete der König.