Teil eines Werkes 
1. Band (1900)
Entstehung
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In demſelben Augenblick erſchien Clotilde, ge⸗ folgt von Joſette.

Die Ritter erhoben ſich ſchnell von den Sitzen, welche ſie kaum erſt eingenommen hatten, und tra⸗ ten der Prinzeſſin entgegen, um derſelben ihre Huldigungen darzubringen.

Der Ungläubige benutzte das Recht jener Feu⸗ dalzeiten, indem er Clotilde auf den Mund küßte, während der Unbekannte nur deren Hand ergriff und ehrfurchtsvoll einen Kuß auf dieſelbe drückte.

Ein innerer Schander durchbebte Clotilde bei dieſem Handkuſſe.

Sie hatte den ſchwarzen Ritter erkannt, der ihren Vater und deſſen Schätze aus den Händen der Venetianer gerettet hatte, und hielt ſich über⸗ zeugt, daß er gekommen ſei, den Lohn ſeines Dienſtes einzufordern.

Und dieſer Lohn was konnte es für ein an⸗ derer ſein, als ihre Hand!

Wohl war ihre Hand noch frei, aber ihr Herz gehörte ſeit acht Tagen nicht mehr ihr, ſondern

Sie mußte es ſich bekennen, daß ihr Herz dem ſchönen Juden gehörte.