18
Prinzeſſin an ihre Ehrendame.„Weißt Du nicht, daß Graf Enguerry, der Ungläubige, die Gegend durchſtreift,— daß ſeine Soldaten ſich Alles er⸗ lauben?“
Joſette erröthete, doch bemerkte nur die Prin⸗ zeſſin dieſe Erſcheinung, denn der Almoſenier ſagte in demſelben Augenblick zu Moneſtan:
„Wir haben auch darauf zu denken, wie wir uns gegen dieſen Wüthenden ſichern, der überall Kriegsſteuern erhebt, plündert, mordet und die ganze Provence in Schrecken ſetzt, indem er den Umſtand benutzt, daß der Sohn von René dem Guten noch nicht angekommen iſt.“
Das Geräuſch eilender Männertritte ließ ſich vernehmen.
Aller Blicke wandten ſich dahin, wo der Weg um den Hügel der Liebenden bog, denn von dort⸗ her ging das Geräuſch aus.
Faſtriota legte die Hand an den Säbel und trat voran, um die Tochter ſeines Herrn nöthigen⸗ falls zu beſchützen.
Die Schritte kamen näher, und bald erblickte man einen armen Flüchtling. Es war ein jun⸗
—


