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hörbar, und als ob nur ihre Seele die Worte aushauche, zitterte es von ihren Lippen:
„So nahte mir mein himmliſcher Bräutigam in meinen ſeligſten Träumen.“—
„Oh, dann nimm mich hin zu deinem irdiſchen Gemahl!“ ſprach er innig und drückte einen Kuß auf ihre zarten Hände.— Da entfiel ihnen der Roſenkranz; Manuela erbebte und wandte ſich von ihm ab, und ihr Auge fiel auf die Priorin, die wieder an ihrer Seite ſtand, ſie drohend an⸗ ſah und feierlich mahnte:
„Manuela, deine Mutter iſt dem Wahnſinn nahe— bedenke ihr Gelübde— bedenke, was du gelobt. Soll ſie— ſollſt du verloren gehen?“
Da ſank Manuela zu Edgars Füßen und flehte:
„O, laſſen ſie mich dem Himmel leben, ich gehöre ihm, ihm allein nur an; entſagen ſie groß⸗ müthig, da ich es nicht darf. Ach, ich würde ja draußen ſterben, in Angſt und Seelenqual ver⸗ gehen müſſen— ich könnte ſie nicht glücklich machen. Manuela, das Kloſterkind, verſteht nichts von dem Leben in der Welt und iſt erfüllt von Angſt und Grauen davor.“


