Teil eines Werkes 
2. Band (1862)
Entstehung
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hübſche Geldſendungen verſprochen, die er zu ſei⸗ ner Carriere benützen wollte. Sie baute dabei auf des Abbé's Freundſchaft und die Summen, die er von Edgar für Wilhelmine erhalten. Was war natürlicher, als daß man dieſe jetzt, da ſie entflohen war, auf beſte Weiſe verwendete. Die Undankbare war keiner Unterſtützung würdig, und trug ſie nicht allein die Schuld an Moritz's extra⸗ ordinären Wünſchen? Es war darum nicht mehr als billig, ihn mit den für ſie beſtimmten Geldern reiſen zu laſſen, und ſie zweifelte nicht daran, dieſe als Pathengeſchenk von dem Abbé für ihren Liebling, der auch ihm theuer war, zu erhalten. Durch dieſe Gedanken ſich immer mehr über Moritz's Reiſe beruhigend, kehrte ſie wieder heim, während Eliſe die ſchwache Mutter ver⸗ wünſchte, die dem leichtfinnigen Sohn die Mittel in die Hand gab, mit einem ſo zweideutigen Mädchen wieder zuſammen zu treffen. Sie zweifelte nicht, daß eine Verabredung zwiſchen den Beiden ſtattgefunden habe, ſuchte jedoch vergebens ihrer Tante dieſe Meinung beizubringen. So Schlim⸗ mes konnte die zärtliche Mutter von dem Lieb⸗ ling ihres Herzens nicht für möglich halten, und