Teil eines Werkes 
2. Band (1862)
Entstehung
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Wie zudringlich und langweilig, ja geradezu un⸗ ausſtehlich erſchien er ihr jetzt mit ſeinen faden Bemerkungen, die ſie in ihren tiefſten Empfindungen ſtörten. Um ſeiner Unterhaltung zu entgehen, ſprach ſie jetzt lebhafter mit dem alten Herrn, und ſiehe, er war nicht nur freundlich und artig, er las tiefer in ihrer Seele, er ſprach von dem Theater mit ihr, und bald wußte ſie, daß er der penſionirte Souffleur deſſelben ſei und Julius Herz heiße, und trotz Allem und Allem noch immer mit Be⸗ geiſterung einer guten Darſtellung folge, noch immer ein herzliches Lachen für die Komik und Thränen für rührende Scenen habe. Sie drückte dem alten Herrn die Hand, zu dem ſie ein ſchnelles Vertrauen faßte und ihm in fieberhafter Haſt ent⸗ deckte, daß ſie hieher gekommen ſei, um zum Theater. zu gehen. Er ſah ſie durchdringend an, dann den hübſchen Jüngling an ihrer Seite, und fragte: Iſt das ihr Bruder oder ſonſt ein naher Verwandter, und will er auch Schauſpieler werden? Er hat mich nur hieher begleitet; erwiden ſie etwas verlegener iſt kein Verwandter ein guter Freund von mir. Für's Theater, gla