Die Räume des Schauſpielhauſes waren nur mäßig angefüllt.— Ein Trauerſpiel wurde gegeben, noch dazu eine Schickſalstragödie, was dem Ge⸗ ſchmack der Zeit nicht mehr zuſagte, und nur noch hin und wieder einem Künſtler zu Gefallen über die Bretter ging, oder— was jedoch ſeltener geſchah— den einſt hochgefeierten Namen des Dichters der Nachwelt nicht ganz entſchwinden zu laſſen.
Müllners„Schuld“, die an dieſem Abende zur Aufführung kam, hatte nur durch Eßlair ſich ihre frü⸗ here Anziehungskraft noch erhalten, und übte ohne den Zauber eines berühmten Namens keinen Reiz mehr auf das Publikum aus, das ſelbſt ſeine beſten Dichter über die franzöſiſchen Greuel⸗ und Sälon⸗ ſtücke zu vergeſſen begann, und ſich beſonders— für dramatiſirte Romane begeiſterte. Daß
modernen Schickſalstragödien außer dem Geſchr


