Teil eines Werkes 
1. Band (1862)
Entstehung
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fügungen ſeines Vaters einer genauen Prüfung

zu unterwerfen. Gräfin Maria ſcheine zu wünſchen, daß die Verbindung nicht ſtattfinde, erwarte aber von ihm einen freiwilligen Rücktritt. Ob dies jedoch

möglich, und was Alles davon abhänge, wiſſe er

nicht, da er verſäumt habe, ſelbſt Einſicht von dem letzten Willen ſeines Vaters zu nehmen. Er müſſe dies leider jetzt nachholen, doch hoffe er dennoch bald in Rom mit ihnen wieder zuſammen⸗ zutreffen.

Ella ſchrieb ſogleich an Edgar nach Schtoß Bardenberg, uns beſchwor ihn, nicht vorſchnell zu handeln, und jedenfalls darauf zu beſtehen, nur dann zurückzutreten, wenn er ſeine beſtimmte Braut geſehen. Es laufe unzweifelhaft ein Geheimniß oder eine Intrigue neben her, das er erſt ergründen müſſe, ehe er einen entſcheidenden Schritt thue. Ihr Schreiben athmete das höchſte Intereſſe für das Kind der ſchwermüthigen Frau, die einſt mit einem Manne verbunden geweſen, mit dem auch ſie in innigſter Berührung geſtan⸗ den, und dem ſie, obgleich die Geſtändniſſe auf ſeinem Todtenbett ſie der Verzweiflung nahe ge⸗ bracht und die unangenehmſten Folgen für ſie