Teil eines Werkes 
1. Band (1862)
Entstehung
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allein weder Ella noch Edgar bemerkten es. Da mahnte Lorenzo zur Ruhe. Ella nahm von der Stube Beſitz, die Herren lagerten ſich unter einem Schuppen, wo die Sennerin Laub zu einem Lager aufgehäuft hatte die Buben ſchliefen bei ihren Ziegen, und auch der Senne und ſein Weib ge⸗ ſellten ſich dazu. Als jedes ſeinen Platz ge⸗ funden, keines mit dem andern mehr ſ ſprach, fiel es Edgar erſt auf, daß die ſchöne Dame allein mit einem Herrn reiſe, mit einem Maler, der in Italien ſeiner Kunſt leben wollte. Er fand es ſonderbar, nach den anerzogenen Begriffen ſogar unanſtändig; doch was kümmerte ihn das weiter, beſonders jetzt, wo er auf der Reiſe war ihre Bekanntſchaft mehrte ſein Vergnügen, und mit dem Entſchluß, ſich dieſem ſo lange als möglich hinzugeben, ſchlief er ein.

Er, ein Graf Bardenberg! ſprach Ella laut vor ſich hin, wie ſie ſich allein ſah, als könnten Töne die volle Bruſt ihr erleichtern.Er, jener Edgar, der o, mein Himmel, und ich ja, ich muß ich will ſie ſehen, ſie und das Kind ſein letzter Schmerz ſeine letzte Sorge. Welch' ein Verhängniß, das mich mit ihm zuſammen⸗