Teil eines Werkes 
1. Band (1862)
Entstehung
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heimnißvoll, daß Sinne, Herz und Gemüth ſich daran labten. Was wunder, daß beſonders die jugendlichen Beſucherinnen der Kloſterkapelle ſich von Tag zu Tag mehrten. An einem frühzei⸗ tigen Herbſtabend, als eben des Glöckleins Klang wieder zur Andacht rief, und Alt und Jung durch das kleine Seitenpförtchen in die Kapelle drängte, fuhr ein Wagen was höchſt ſelten geſchah in die enge Gaſſe ein, in welche dieſes mündete. Doch hielt er an, bis die Letzte der noch eilends Daherkommenden eingetreten war, dann erſt lenkte er gleichfatls an das Pförtchen, und ſein Schlag öffnete ſich. Eine Frau in Mantel und Schleier gehüllt ſtieg aus, von einem kleinen Mädchen gefolgt, das etwas ſcheu umherſah. Die Frau ergriff des Kindes Hand und zog es mit ſich fort in den Kloſterhof; doch, dort eingetreten, folgte ſie nicht dem frommen Geſang, der zur Kapelle rief; ſie ging nach raſchem Umherblick einer Thüre zu,

durch welche eine Treppe ſichtbar ward, die in das erſte Stockwerk des Hauſes führte. Ohne Zögern ſtieg ſie dieſelbe hinan, das kleine Mädchen nach ſich ziehend, das ſchwerfällig folgte. Oben im