Teil eines Werkes 
1. Band (1862)
Entstehung
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grauen, überkommenen Schale ſich loszulöſen und mit ſichtlichem Vergnügen die bunten Farben der Neuzeit trug.*

Das Haus, von der hohen Mauer umſchloſſen, war auch mit einem Thurme verſehen, der ſich inmitten ſeines im Zickzack laufenden Dachwerkes erhob und auf ſeiner Spitze ein vergoldetes Kreuz zeigte.

Die Bewohner der lebensluſtigen Stadt ſahen etwas verwundert das Gebäude, welches eine ziem⸗ lich lange Reihe von Jahren profanen Zwecken gedient, wieder ſeiner urſprünglichen Beſtimmung zurückgegeben, und die ſeither für Handel und Speculation benützten Räume ſich in die ſtillen Zellen eines Kloſters umwandeln. Doch der Sinn der Bevölkerung war mehr ein fröhlicher, gut⸗ müthiger und etwas leichter, als geſchäftlicher und ſpeculativer Sinn, darum auch ein äußerſt duld⸗ ſamer ünd humaner. Man ließ Jedem gerne ſein Recht und auch ſeinen Willen, ſowohl in der Welt, als im eigenen Hauſe, wie in der eigenen Bruſt. Weder ſociale, noch politiſche, noch reli⸗ giöſe Verſchiedenheiten rieben ſich herbe aneinander.

Seit dem Frieden, welcher aus den Stürmen