— 277—
Es verſteht ſich, daß unter dieſen ungewöhn⸗ lichen umſtaͤnden die Aufmerkſamkeit und Theil⸗ nahme der Hauptſtaͤdter fuͤr den wunderbaren Alten ſehr bald aufgeregt und unterhalten ward. Wo er ſich ſehen ließ, da ſtand eine Menge von Neugierigen um ihn her, folgte ein Haufen von Erwachſenen und Knaben ihm nach, rief ein Buͤrger dem andern zu:„Sieh da, der Bruder Methuſalems!“
So entſtanden Volksverſammlungen und Zu⸗ ſammenlaͤufe, welche ſchon nach wenig Tagen die Wachſamkeit der Ortspolizei aufriefen. Der Direktor beſchloß, den unbekannten Greis ſich vorfuͤhren zu laſſen, amtlich zu vernehmen, und ihn nach Befinden der umſtaͤnde einzuſperren, oder uͤber die Grenze zu ſchaffen, oder auch nur ihm die dͤffentlichen Vortraͤge in den Straßen zu unterſagen.
und ſo wurden denn zwei Polizeidiener ab⸗ geſchickt, den fremden Alten aufzuſuchen und nach der Amtswohnung des Oberen zu fuͤhren. Sie fanden ihn im Hofgarten, auf dem mooſig⸗ ten Boden unter einer alten Eiche im tiefen Schlafe liegend, und brachten ihn zu dem Direk⸗ tor, der im Stadthauſe, das auch die Gefaͤng⸗ niſſe enthielt, wohnte. Der Greis ging ruhig


