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dem Anblick eines ſchoͤnen und guten Maͤdchens ergreift, mit dem er Leid und Freude und jedes Lebensgut theilen moͤchte.
Gretchen ihrer Seits fand in dem fremden Herrn einen ſchoͤnen Mann, der, mit ſeinen ver⸗ ſtaͤndigen Reden, dem feinen Anſtande, dem ed⸗ len Verhalten, alle Maͤnner uͤbertraf, die ſie je geſehn; er gefiel ihr außerordentlich und noͤthig⸗ te ihr den hochſten Grad der Achtung ab.
In ſich gekehrt, ſeine Empfindung und des Maͤdchens Vorzuͤge meſſend, ſaß Edwin da, als Gretchen nach dem Fruͤhſtuͤck das Zimmer ver⸗ laſſen hatte. Bald ward es ihm unwohl in dem Gemache, das ihre Gegenwart nicht mehr ſchmuͤck⸗ te. Er ging hinaus, nicht wiſſend: ob er nur den Laͤrm der halbberauſchten Jäͤger fliehen, oder ob er das liebe Maädchen ſuchen, ſehen, ſprechen wolle. Draußen aber ward es ihm klar, daß in der Hauptſache die zweite Ruͤckſicht ſeine Schrit⸗ te leitete, als Gretchen weder im Hofe, noch vor der Thuͤr, noch im Gaͤrtchen zu finden war, als er allenthalben vergebens nach ihr umſchauete.
Von getaͤuſchter Hoffnung verſtimmt, wollte er zu der Trinkgeſellſchaft zuruͤckkehren, als er in einem Zimmer, dem er voruͤber ging, ein halblautes Geſpraͤch vernahm, in welches ſich


