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traͤgliche Geſtalt und einiges Vermoͤgen beſaß, bat, der Vater drohte mit dem Fluche, wenn ſie ſich weigere, und Hermine— reichte dem Braͤu⸗ tigam die Hand. Bald nach der Hochzeit reiſe⸗ te ſie in des Vaters Geſellſchaft mit ihrem Man⸗ ne nach Berlin ab.
Funfzehn Jahre waren ſeit Edwins Aufent⸗ halt in Wien vergangen, als der alte Dittmar ſtarb. Edwin, der ſeit Jahren ſchon nach Eu⸗ ropa ſich ſehnte, verließ jetzt Jamaika, ging nach London, und als er dort mit dem Oheim in Handelsangelegenheiten ſich auseinander geſetzt hatte, nach ſeiner Vaterſtadt zuruͤck.
Mit Schrecken erfuhr er jetzt, wie ſein ver⸗ ſtorbener Vater ihn ruͤckſichtlich ſeines Verhalt⸗ niſſes zu Herminen getaͤuſcht, und daß dieſe erſt eine Eheverbindung geſchloſſen habe, als er ſie nach des Vaters Verſicherungen laͤngſt vermahlt glaubte. Sein ganzes Ungluͤck ſtand nun vor ihm und ſeine Phantaſie lieh wieder Herminens Bild den Glanz der Jugend und Schonheit. Aber ſie hatte dennoch einem Andern ſich gege⸗ ben, fruͤher oder ſpäter, gleichviel; er ſchalt ſie endlich doch eine Verrätherin, da er nicht wuß⸗ te, daß ſie, gleich ihm, durch falſche Rachricht betrogen worden. Er beſchloß, die Beſtandloſe


