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wohnte dem Hauſe gegenüber, in welchem Edwin als Gaſt lebte; man ſah ſich jeden Angenblick und von Stunde zu Stunde ward das Verhaͤlt⸗ niß unter den Liebenden traulicher; Edwin be⸗ ſuchte den Vater ſeiner Geliebten, erkaufte eini⸗ ge Gemaͤlde von Wagener, und fand auf dieſe Weiſe Zutritt bei dem Kuͤnſiler, deſſen Woh⸗ nung er aber auch beſuchte: wenn nur die ſchoͤ⸗ ne Tochter daheim war. Er warb jetzt foͤrmlich bei Herminen um ihre Hand; ſie verſagte ſich ihm nicht, wies ihn aber an den Vater. Der hatte nichts dawider, wenn Edwins Vater dieſe Verbindung gut heißen werde. Picht einen Au⸗ genblick an deſſen Einwilligung zweifelnd, ſchrieb er in Herminens und ihres Vaters Gegenwart
die Meldung und Bitte an ſeinen Vater und ließ ſie durch des Malers Burſchen zur Poſt bringen..
Jetzt hatte der Juͤngling ſtuͤndlich Gelegen⸗ heit, die Liebliche zu ſehen, mit ihr zu koſen, die er als ſeine kuͤnftige Gattin betrachtete; auch Hermine ſah ſich ſchon im Geiſte an der Seite ihres geliebten Mannes. Dies ſuͤße Ver⸗ haͤltniß wiegte das Paͤrchen in ſeligen Schlum⸗ mer und Traum. Der Sturm der Ingendgluth
uund die Kupplerin Gelegenheit fuͤhrte ſie einen


