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Abend-Erheiterungen : kleine Romane, Erzählungen und Schwänke / von Karl Stein
Entstehung
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und fand allenthalben ſo gute Aufnahme, als der Sohn und Erbe eines reichen Mannes ſie in der Regel findet. In die glaͤnzendſten Kreiſe des dritten Standes eingefuͤhrt, flog er von Feſt zu Feſt, von Genuͤſſen zu Genuͤſſen; doch bald winkte ihm ein lachendes Gluͤck, das er aller Welt Luſt und Glanz vorzog. Auf einem Tanzfeſt lernte er Hermine, das bluͤhendſte Maͤdchen der Stadt, kennen. So viel Liebreiz, ſo hohen Adel der Geſtalt bei be⸗ zaubernder Iugendfriſche glaubte er nirgends, weder in Britanniens Hauptſtadt noch in Deutſchland, erblickt zu haben, und doch traute er ſich Geſchmack und Schönheitsſinn zu. Der Zufall machte Hermine die Tochter eines wackeren doch unbeguͤterten Malers zu ſeiner Taͤnzerin. Er ſah ſie, und war unwiderſtehlich von ihrem Liebreiz angezogen; wie gluͤcklich pries er ſich, als er bei einer folgenden Zuſammen⸗ kunft mit Herminen uͤberzengt ward, daß er den Beifall der Holden beſitze! Und in der That, das Mädchen hatte noch keinen Mann gefunden, der ihr ſo liebenswuͤrdig, als Edwin der frem⸗ de ſchone Juͤngling erſchienen war.

Bald kam es zu Erklaͤrungen, und ein ſcho⸗ ner Bund war geſchloſſen. Herminens Vater