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ſpruch genommen, daß er keine Minute erübrigen kann“, erwiderte ſie möglichſt zuverſichtlich.
„Du ſprichſt gegen Deine Ueberzeugung, das ſehe ich Dir wohl an!“ rief der General.„Er hätte wenig⸗ ſtens herſchicken können.“
„Vielleicht kommt er noch, lieber Vater.“
„Jetzt nicht mehr, das wäre unpaſſend. Morgen früh werde ich mich überzeugen, was ihn abgehalten; ich wünſche nur, daß meine Befürchtungen ſich als falſche erweiſen, ſonſt ſtände es ſchlimm mit Euch.“
Troſtlos ſuchte Alice erſt ſpät ihr Schlafzimmer auf. Ach wie ganz anders war ſie vierundzwanzig Stunden früher zur Ruhe gegangen! Damals hätte ſie ihr Loos mit dem einer Königin nicht vertauſcht, und jetzt fühlte ſie ſich namenlos unglücklich. Es ſchien ihr, als dürfe ſie keine Hoffnungen mehr auf eine glückliche Zukunft hegen, das Ausbleiben des Geliebten mußte einen Grund haben, der für ihr ganzes ferneres Leben entſcheidend war.
Unter bangen Thränen ſchlief ſie ein, und die Schwermuth, die ſich ihrer im wachen Zuſtande be⸗ mächtigt, äußerte ſich auch in ihren Träumen. Sie ſah den theuern Mann auf der Todtenbahre liegen, er war bleich und entſtellt, kalt wie Eis; ein ſchnei⸗ dender Weheruf entfuhr ihrem Munde bei dieſem An⸗


