die gemietheten Häuſer in der Stadt, die anmuthige Umgebung des Dorfes, die Nähe der Kreisſtadt Buch⸗ berg und die unumſchränkte Herrſchaft, welche ſie über ſämmtliche Dorfbewohner führen konnte, die kriechende Unterthänigkeit der Leute ſchienen ſelbſt einen günſti⸗ gen Eindruck auf die Generalin zu machen, ſie fing langſam an, mehr Freundlichkeit zu zeigen und weniger herzlos gegen die Ihrigen aufzutreten.
Der General begann ſich ſo recht der ſtillen Ein⸗ ſamkeit zu freuen. Nun er einmal die Uniform abge⸗ legt, erſchien ihm das Tragen derſelben in ſeinem Alter läſtig und drückend; er ſpazierte bald in den Gär⸗ ten, bald im Park umher, ließ ſich in einer Laube nie⸗ der, um ein wenig zu ruhen, und ergötzte ſich an den mit reifendem Obſt beladenen Bäumen, wanderte auch wohl einmal ins Feld und in den Wald und an den See hinaus, oder er ſaß an der Seite ſeiner Alice und ließ ſich von dieſer aus einem Buche vorleſen.
„Was meinſt Du, meine Tochter, möchteſt Du nicht hier in der Umgegend einige Freundinnen beſitzen, mit denen Du zuweilen plaudern und Dich amüſiren könn⸗ teſt?“ fragte der General eines Tages Alice, als ſie bei ihm erſchien, um nach ſeinen Wünſchen zu fragen
„Mama will keine Beſuche machen, namentlich nicht,
bevor ſie die Nachbarn einigermaßen aus der Ferne


