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Herzenszuſtand des Geliebten; daher wird es oft dem Manne ſo leicht, ein ſchuldloſes Mädchen zu bethören. War ſchon früher das Verhältniß zwiſchen den Aeltern Alicens ein ſehr kühles und förmliches gewe⸗ ſen, ſo wuchs die Kluft zwiſchen ihnen jetzt täglich mehr. Die Generalin konnte ihren Lieblingsgedanken, die Tochter mit dem Rittmeiſter von Walden zu vermählen, nicht aufgeben. Der letztere beſaß ihre volle Zunei⸗ gung, er hatte das Vertrauen der ſtolzen Dame durch die ſchmeichelhafteſten Aufmerkſamkeiten zu gewinnen gewußt; daſſelbe zu erhalten, war ein Leichtes, denn Frau von Wüſtenbrink liebte nichts mehr als eine Aus⸗ zeichnung vor andern Damen, und daran ließ es der weltkluge Rittmeiſter, der die Hand ihrer Tochter errei⸗ chen wollte, nie fehlen. Alice hatte nun offen erklärt, daß ſie nie die Liebe des Herrn von Walden erwidern werde und könne,
daß ſie lieber ſterben wolle, als ihm angehören, und alle Verſuche der Mutter, ſie von ihrem Eigenſinn, wie ſie die Abneigung der Tochter gegen den Rittmeiſter nannte, abzubringen, blieben erfolglos, Alice ſetzte
jedem Bekehrungsbeſuch ſowohl im guten wie im böſen Ton einen feſten Widerſtand entgegen. Der General war auf die Seite der Tochter getre⸗
ten; er hätte ſich ohne weiteres bereit erklärt, ihre Liebe


