Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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ſprüche der verſchiedenſten Art in der Bruſt des Jüng⸗ lings kämpften und daß er ſich mit großer Gewalt zwang, ſeinen Seelenzuſtand ſo viel als möglich zu verbergen, ſich ſelber über die eigenen Empfindungen zu täuſchen und in der Geſellſchaft von lebensfrohen Menſchen ſeinen Schmerz zu beſchwichtigen.

Arthur liebte aufrichtig. In dieſem Falle gehört wohl eine große Geiſtesſtärke dazu, dem geliebten We⸗ ſen zu entſagen, wenn man überzeugt iſt, mit der ganzen Fülle eines unverdorbenen Herzens wieder ge⸗ liebt zu werden, nur durch die Macht äußerer un⸗ günſtiger Verhältniſſe dem höchſten Glücke des Lebens fern zu bleiben. Arthur beſaß dieſe Geiſtesſtärke; er

hatte entſagt, weil er eingeſehen, daß die Fortſetzung des Liebesverhältniſſes mit der Tochter ſeines Vor⸗ geſetzten der letztern nur Leid und Anfeindung ſei⸗ tens ihrer nächſten Verwandten, ihm aber nach einem zeitweiſen kurzen Wonnerauſch nichts als Kränkungen und am Ende gar Verachtung bringen konnte. Da⸗ bei peinigte ihn jetzt mehr denn je die Unzufriedenheit mit ſeinem Stande. Aber obgleich er nichts ſehnlicher wünſchte, als in einen andern Wirkungskreis zu treten, zagte er doch vor dem Augenblick der Entſcheidung, da ſein Vater, der noch immer die größte Macht über ihn beſaß, oft eine rückſichtsloſe Härte blicken ließ, wenn