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Die warme Sommernacht ſtrich an ihm vorüber, ohne daß er den Schlaf, den Bezwinger aller Sorgen und Leidenſchaften, ſuchte und fand; in eine Ecke des Sophas gelehnt, durchging er bald im Geiſte ſein Leben bis zu dem verfloſſenen Abend und geſtand ſich, daß manche ſeiner Handlungen vom jugendlichen Leichtſinn dictirt geweſen und der Vater Adelheid's in dem Ur⸗ theil über ihn nicht ganz Unrecht habe, bald flogen ſeine Gedanken in weite Fernen und führten ihm die verſchiedenartigſten Bilder der Zukunft vor die Seele. Er war unzufrieden mit ſeiner Stellung, die ihm kein Feld verlieh, auf welchem er die in ſeinem ganzen Weſen ausgeprägte Thatkraft zur Geltung bringen konnte; er fing an, ſich nach einem Wirkungskreis zu ſehnen, in welchem er nicht zu dem ewigen ermüdenden Einerlei der Waffenübungen, ohne jegliche Fortbildung des Geiſtes, verurtheilt war.
Als der neue Morgen kam, fühlte ſich Soren an Körper und Geiſt ermattet; gern hätte er nun die Ruhe geſucht, doch der Dienſt rief, und er mußte ſich beeilen, die bequeme, noch vom vorigen Abend an ſeinem Körper befindliche Privatkleidung mit der Uniform zu ver⸗ tauſchen. Sein Burſche ging ihm hierbei dienſtfertig zur Hand.
Eben ſtand der Lieutenant im Begriff, ſeine Wohnung


