Teil eines Werkes 
4. Band (1870)
Entstehung
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hinauf, die von der Stadt aus zu erſteigen war, um zu dem Gottesacker zu gelangen. Vor der Wohnung des Todtengräbers blieb er ſtehen und klopfte.

Ein alter Mann trat heraus und begrüßte ihn ehrerbietig.

Führen Sie mich gefälligſt an das Grab des Fräuleins Liewe! bat Sacco mit pbebender Stimme, indem er dem Todtengräber ein Goldſtück in die Hand gleiten ließ.

Herzlich dankend und verwundert geleitete ihn der alte Mann an einen friſch aufgeworfenen Hügel und wandte ſich dann ſchweigend ab.

Julius warf ſich auf die Kniee und verbrachte wohl eine Stunde in dieſer Stellung an dem Grabe des Weſens, das er mit der ganzen Macht ſeines jugend⸗ lichen Herzens geliebt hatte und ewig lieben mußte. Was er dabei empfänd, iſt Jedem ein Geheimniß ge⸗ blieben, denn von dieſem Abende an ging er ſchweigſam durch das Leben, nur einem Menſchen einen Blick in ſein Inneres geſtattend, und dieſer hat nie darüber geſprochen.

Er bemerkte nicht, wie ein zweiter Mann ihm nahte. Erſt als derſelbe ſeine Schulter berührte und ihn mit leiſer Stimme anredete, hob er das bleiche Haupt empor.