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Feigling vor einem wüthenden Weibe fliehen zu ſollen. Aber er ſah ein, daß Anna Recht habe, er konnte ihr der Mutter gegenüber keinen Beiſtand verleihen und that am beſten, ſich ihren Bitten zu fügen.„Annchen“, rief er tonlos,„dieſer Augenblick macht mich zum elende⸗ ſten der Menſchen. Leb' wohl, leb' wohl, Du Abgott meines Herzens!“
„Schirm'Dich Gott! Leb'wohl, mein theurer Julius, ich danke Dir für die Erfüllung meines Flehens, nie werde ich Dich vergeſſen!“ hauchte Anna mit erſter⸗ bender Stimme hin.
Noch einmal preßte der Graf die Hand der Ge⸗ liebten an ſeine Lippen, dann wandte er ſich wie ein Miſſethäter ab.
So ſchnell die Liebenden indeſſen ihre Converſation
auch geführt hatten, war die Gärtnerin ihnen doch
faſt ganz nahe gekommen, ehe ſie die letzten Abſchieds⸗ worte ausgetauſcht.
„He, Herr Graf!“ kreiſchte ſie jetzt dem jungen Mann nach.
Julius drehte ſich um, es war ihm unmöglich weiter zu fliehen, er vermochte keinen Schritt vorwärts zu thun.
„O gehe doch!“ bat Anna weinend. „Wirſt Du ſchweigen, Ungerathene!“ herrſchte die


