geweſen, der in der Falle geſteckt habe; ſie bedauerte nur, daß es ihm geglückt war, ſich zu befreien, bevor ſie hinzugekommen. Das Eine begriff ſie noch nicht, von wem das Eiſen gelegt worden. Doch das konnte ihr ja gleichgültig ſein; jedenfalls war es ein Freund von ihr und ein redlicher Menſch, vielleicht gar der Oheim des Soldaten.
Sich zur Ruhe zwingend, kehrte ſie in den Garten zurück und nahm dort einige kleine Arbeiten vor, um
jede Spur von Aufregung aus ihrem Aeußern zu ent⸗ fernen. Es ſollte Niemand von der Entdeckung wiſſen,
die ſie gemacht, ſie hoffte am vortheilhafteſten zu han⸗ deln, wenn ſie that, als wiſſe ſie nicht mehr als jeder Andere über das ſeltſame Ereigniß. Ihr ganzes Sin⸗ nen war nur darauf gerichtet, wie ſie den Grafen bei einem neuen Unternehmen gegen ihre Tochter über⸗ raſchen könne. Ob Anna noch immer mit ihm im Einverſtändniß war, das vermochte ſie nicht zu ergrün⸗ den, aber ſie fürchtete es, und das war genug ſie mit dem größten Groll zu erfüllen.
Inzwiſchen war Julius Sacco mehr denn je von den ſchönſten Hoffnungen beſeelt; ſeinen größten Wider⸗ ſacher hatte er aus dem Wege geräumt, der Oheim war fern und Anna zeigte ſich ja täglich vertrauensvoller gegen ihn, ſchmiegte ſich immer inniger an ihn an und


